TEM-ENTGRATEN

Die TEM-Methode

Die Thermischen Entgrat-Methode (TEM) erlaubt das prozeßsichere und kostengünstige Entfernen von innen- und außenliegenden Graten an metallischen Werkstücken. Die Einsatzgebiete der TEM liegen dort, wo Entgratverfahren mit großer Sicherheit und hoher Flexibilität gefordert sind. Zu unseren Kunden zählen daher u.a. Unternehmen aus der Automobil-, Pneumatik-, Hydraulikindustrie.

Das TEM-Prinzip

Die zu entgratenden Teile werden in eine Kammer gegeben, die unter hohem Druck mit einem Gas- Sauerstoffgemisch beaufschlagt wird. Das Gemisch wird entzündet, wodurch für eine Zeitspanne von einigen Millisekunden Temperaturen von etwa 3000 Grad Celsius entstehen.

Die Wärmekapazität reicht aus, um alle Partien des Werkstücks mit großer Oberfläche und kleinem Volumen (die Grate) zu verbrennen. Das Werkstück selbst erwärmt sich nur geringfügig, so daß auch an Passungen keine Deformationen oder Maßänderungen zu erwarten sind.

Für welche Werkstoffe eignet sich die Thermische Entgratmethode?

Grundsätzlich sind alle Bauteile aus oxydierenden Werkstoffen (unter Einhaltung spezieller Verfahrensparameter sogar Bauteile aus thermoplastischen Werkstoffen) für die TEM geeignet. Prinzipiell ist mittels TEM ein scharfkantig-gratfreies Entgratergebnis zu erreichen. Bei Stahl- und Gußteilen sowie bei Messingteilen können sogar kleine Kantenverrundung erzielt werden. Ein für die Pneumatik- und die Hydraulikindustrie nicht zu unterschätzender Nebeneffekt ist, daß lose Partikel auch in kleinen Bohrungen während des TEM-Vorgangs verbrennen.

Die Dimension der Werkstücke

Werkstücke werden je nach Anfälligkeit gegen Schlagstellen als Schüttgut oder Aufsetzgut behandelt. Die Teile dürfen einen Durchmesser von 100mm und eine Länge von 130mm nicht überschreiten.

Die Nachbehandlung

In der Nachbehandlungsanlage, werden die Werkstücke nach dem Thermischen Entgraten durch Beizen und Spülen gereinigt sowie mit einem temporären Korrosionschutz versehen.